Als Nähanfänger kann man zu Beginn ganz schön viele Fehler machen. Damit euch diese nicht passieren, habe ich euch einige Tipps mitgebracht, die ihr am Anfang eures nächsten Nähprojekts beachten solltet!

Nähen ist ein schönes Hobby, das einem unheimlich viel kreative Freiheit bietet, wenn man weiß, wie es geht. Selbstgenähte Kleidung, Wohnaccessoires, und sogar Taschen oder Spielsachen kann man damit herstellen! Ich habe mir das Nähen selbst beigebracht, und je mehr ich nähe, desto besser werde ich. Das ist super, war aber am Anfang nicht immer so. Als Einsteiger habe ich ganz schön viele Missgeschicke gehabt, aber ich habe daraus lernen können. Damit ihr bei euren ersten eigenen Nähprojekten einen erfolgreichen Einstieg habt, gebe ich euch heute einige Tipps mit auf den Weg, die ich als Nähanfänger auch selbst gerne schon gewusst hätte!

Wie viel Stoff brauche ich für eine Hose, ein Kleid und Co?

Wer gerne Stoffe kauft, ohne vorher einen Plan dafür zu haben (das passiert mir gerne mal auf dem Stoffmarkt… die sind aber auch alle so schön!), könnte zuhause schnell in Bedrängnis kommen. Da legt man dann zum Beispiel die Schnittteile für ein Oberteil auf den Stoff – nur um festzustellen, dass 20 cm am Saum fehlen! Da hilft es, sich einer Faustregeln zu bedienen, um auch beim „blinden“ Stoffeinkauf die nötige Menge für das gewünschte Kleidungsstück mitzunehmen. Für gewöhnlich gilt bei Stoffen, die 140 bis 160 cm breit sind: Du benötigst stets die Länge des geplanten Kleidungsstücks von der Meterware, plus ggf. die Längen der Ärmel. Je nach dem, wie luftig dein Modell sein soll, und ob dein Stoff Muster hat, kannst du die Faustregel nach oben hin korrigieren, aber meistens fährt man gut damit.

Lesertipp: Große Größen (ab der 44) sollte man mit der doppelten Stofflänge des geplanten Kleidungsstücks rechnen.

Den Stoff vor dem Nähen waschen!

Wie auch bei neu gekauften Klamotten zeigt der Stoff sein wahres Gesicht nach der ersten Wäsche – ein Detail, das ich als Nähanfänger gerne öfter mal vernachlässigt habe. Aber viele Stoffe schrumpfen um einige Prozent beim Waschen, was bei einem fertig geschneiderten Kleidungsstück natürlich sehr schade wäre. Darum solltest du einen neuen Stoff immer erst einmal in die Wäsche werfen und gut bügeln, bevor du ihn verarbeitest.

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Vor dem ersten Schnitt in den Stoff: Nähanleitungen lesen!

Ist die Nahtzugabe bei den Schnittteilen eingerechnet? Und wie genau wird die Passe angenäht? So manche Details werden in der Anleitung zu Schnittmustern überlesen, und schon passieren vermeidbare Fehler. Darum immer erst einmal in Ruhe die einzelnen Schritte der Anleitung durchgehen und im Zweifel mal Dr. Google nach besonders kniffligen Passagen fragen, bevor man auf Verdacht Schnittteile zuschneidet und aneinander näht.

Gutes Werkzeug: Qualität bei Schere, Nähmaschine und Garn

Stumpfe Scheren und rappelnde Nähmaschinen machen jedem Nähanfänger das Leben schwer. Um möglichst reibungslos an einem Projekt arbeiten zu können, braucht es einen Grundstock an guten Werkzeugen. Besonders wichtig sind mir eine Nähmaschine, die nicht muckt (siehe letzten Tipp), die richtigen Nadeln für den jeweiligen Stoff, den ich an der Maschine nähen möchte, hochwertiges Garn das nicht so schnell reißt, ein heißes Bügeleisen und eine scharfe Stoffschere. Ist diese Grundausstattung gegeben, steht dem Erfolg vom Nähprojekt kaum noch etwas im Wege.

Gut gebügelt ist halb genäht

Noch ein weiterer Punkt, den ich als Nähanfänger zu Unrecht missachtet habe; Falten aus dem Stoff zu bügeln ist das A und O beim Nähen. Wie soll man auch bei einem knitterigen Stoff gewährleisten, dass die Schnittteile richtig zugeschnitten sind? Nehmt euch die Zeit und sorgt für einen glatt gebügelten Stoff beim Arbeiten. An anderen Stellen wiederum können euch vorgebügelte Falten sogar nützlich sein, z.B. an Säumen, Ausschnitten und bei Abnähern, die durchs Bügeln schöner fallen.

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Pflege deine Nähmaschine

Verschmutzungen sind häufig der Grund, warum eine Nähmaschine nicht ordentlich funktioniert. Nur selten ist ein technischer Defekt für gerissene Fäden und verzogene Nähte verantwortlich. Stattdessen sind es eher Garnreste und Fusseln, die sich im unteren Spulenfach sammeln, sowie ein Mangel an gut geölten Einzelteilen. Bei Nähtalente habe ich eine tolle Anleitung zur Reinigung der eigenen Maschine gefunden, mithilfe derer man innerhalb weniger Minuten seine Maschine wieder auf Vordermann bringen kann. Durch die Pflege der Nähmaschine spart man sich viel Frust und sorgt stattdessen für mehr Erfolgserlebnisse bei den ersten Nähprojekten!

Habt ihr auch schon eigene Erfahrungen als Nähanfänger gemacht und schon eigene Kniffe und Tricks gelernt? Dann verratet sie mir doch gerne in den Kommentaren!

LG Biene

DIY | Beauty | Nachhaltigkeit

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