Alles schon gesehen, aufgewärmter Kaffee. Es gibt nur noch wenig, was mich in der aktuellen Mode reizt. Warum ich bei der jetzigen Mode so eine Fatigue verspüre, und was vielleicht dagegen helfen kann, erzähle ich euch im heutigen Beitrag.

Der Sommer war so heiß, dass die Welt regelrecht zum Stillstand kam. Bewegen mochte sich kaum jemand, geschweige denn einen genialen Gedanken entwickeln. Eine bleierne Müdigkeit, die Fatigue, hat sich in sämtliche Aktivitäten geschlichen. Auch vor der Modewelt hat sie nicht Halt gemacht.

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Ein müder Mode-Sommer

Luftige Kleider mit Knopfleisten, Bast und Sandalen, Streifen, Schleifen, Rüschen, Bänder… Instagram und sämtliche Webshops wollen mir gefühlt das Gleiche andrehen. Womöglich liegt es einfach am Sommer selbst, dass die Mode so uninspiriert ist, mag man sich doch bei über 30 Grad nicht unbedingt in viele Textilien hüllen. Ich habe es ja an mir selbst gespürt; mehr als Shorts und Spaghettitops mochte ich nicht tragen.

So langsam ist es Zeit, sich aus dem Sumpf der Fatique herauszuquälen. Doch woran liegt es, dass mich auch jetzt die Angebote aus der Modewelt nicht locken können? Es sieht einfach alles gleich aus, und jedes Teil habe ich in irgendeiner Kombination schon an jemand anders gesehen. Sind die Designer wirklich so faul, dass sie sich inzwischen alle gegenseitig kopieren müssen – oder sind es die Träger selbst, die aus der Masse an neuen Modellen es schaffen, immer wieder eine Uniform zu machen?

Vielleicht liegt es daran, dass durch Social Media die Verbreitung von Trends so viel rasanter stattfindet als vorher. Denn in den vergangenen Monaten habe ich kaum noch inspirierende Designs oder Outfits gesehen, und die Looks, die gut aussahen, hatten einen abgedroschenen, ausgebrannten Charakter. Ich habe das Gefühl, schon alles einmal gesehen zu haben, und dass aktuelle Modelle dreist aus der Vergangenheit die Ideen abgreifen.

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Evergreens und geniale Funde

Außerdem habe ich auch keine Lust, besinnungslos irgendwelche 08/15 Sachen in meinen Warenkorb zu stopfen, die später sowieso nur in meinem Kleiderschrank vergammeln. Ich habe keine Lust, wie alle anderen auszusehen, aber was anderes wird gerade nun mal nicht angeboten. Manchmal ist es einfach so; Shopping macht mir in solchen Momenten keinen Spaß mehr.

Eine kleine Abstinenz von den sozialen Medien und Online-Shops ist dann genau das Richtige, um diese Fashion Fatigue abzuschütteln. Darum schaue ich aktuell kaum noch Mode-bezogene Inhalte im Netz an, und sichte wieder meine eigene Garderobe um zu checken, ob mir überhaupt etwas fehlt (siehe dazu den letzten Tipp in diesem Beitrag von mir), und ob ich nicht mal Sachen ganz anders kombinieren kann als sonst.

Was ich auch lange nicht mehr gemacht habe, ist eine ausgiebige Entdeckungstour im nächsten Second Hand Laden. Hier lassen sich so manche Schätze bergen und meinem eigentlichen Vorsatz, dieses Jahr keine neue Kleidung mehr zu kaufen, käme ich damit auch entgegen (den Plan habe ich ja nicht sooo streng eingehalten…).

Nur bei absoluten Klassikern bin ich auch jetzt nicht böse drum, dass sie immer wiederkommen. Elegante Mules in zurückhaltenden Farben* zum Beispiel, oder auch das beliebte Streifenshirt* gehen eigentlich immer. Und manchmal findet man im öden Einerlei doch mal etwas Besonderes. Das geht sogar bei großen Ketten, wie neulich bei H&M. Hier haben mir die Stücke aus der Kooperation mit GP & J Baker* richtig gut gefallen und waren eine willkommene Abwechslung zu den vielen pastelligen Streifen und monochromen Farben des Sommers.

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Hat euch diesen Sommer auch nichts so richtig geflasht, oder habt ihr doch neue Modelle für euch entdecken können? Verratet es mir in den Kommentaren!

LG Biene

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