Mein Ziel für dieses Jahr: endlich konsequent nachhaltig und bewusst mit meinem Modekonsum umgehen! Das heißt, in 2019 kommen mir nur noch fair produzierte oder Second Hand Kleidungsstücke ins Haus (mehr dazu hier). Eine ganz schöne Challenge für mich, aber noch geht es gut voran. Um vielleicht auch einem von euch den “Ausstieg” aus der Fast Fashion Welt etwas zu erleichtern, möchte ich im heutigen Beitrag meine Tipps für’s Second Hand Shopping mit euch teilen!

Wer meinen Blog schon länger liest, hat meine Tiraden über Fast Fashion vielleicht schon satt. Aber: Fakt ist, dass die Modeindustrie eine der umwelt- und menschenfeindlichsten ist, die es gibt. Wer glaubt, dass ein 5-Euro Shirt einer Näherin lebenswürdige Umstände ermöglicht, belügt sich selbst. Nachhaltige Kleidung – zumindest neuwertige – muss ihren Preis haben und transparent gehandelt werden, um möglichst fair für alle Beteiligten zu sein.

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Nachhaltige Mode für kleines Geld

Doch auch für kleine Geldbeutel ist ein nachhaltigerer Umgang mit Mode möglich – hier kommen die Second Hand Läden ins Spiel! Auch wenn viele Stücke im Vintage Laden von H&M, Zara und Co. kommen, sind sie eben bereits schon “auf der Welt”, es müssen also keine neuen Sachen für den Second Hand Kauf produziert werden. Umwelttechnisch stellt das schon mal die geringste Belastung dar. Der Preisvorteil liegt bei dieser Art des Shoppings auf der Hand, und mit ein paar Kniffen lassen sich im Second Hand Laden echte Schätze entdecken!

Du hast gerade deinen Kleiderschrank aussortiert und möchtest nun Kleidung verkaufen? Hier findest du Tipps, wie du deine Kleider online noch besser verkaufst!

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7 Tipps für deinen Second Hand Einkauf

1. Sieh dich im gesamten Laden um! Männer, Frauen, Wäsche, Accessoires – gib jeder Abteilung im Vintage Shop eine Chance. Du wirst überrascht sein, wie viele passende Kleidungsstücke sich an Stellen verstecken, an denen man sie nicht vermuten würde. Ich habe beispielsweise einmal eine Leder-Shorts in der Männerabteilung im Kilo-Shop vom Deutschen Roten Kreuz entdeckt. Und ein ausgedienter Morgenmantel kann mit dem richtigen Styling auch einfach zur Kimono-Jacke umgestyled werden.

2. Pfeif auf Etiketten: Größenangaben im Etikett kannst du beim Second Hand Shopping getrost ignorieren. Je nach Label fallen Größen nämlich sowieso unterschiedlich aus, sodass die Information oft nicht so aussagekräftig ist. Auch Brands sind im Second Hand Laden eigentlich nicht so wichtig. Aber: Wenn du ausschließlich Marken shoppen möchtest, gibt es auch extra Luxus Vintage Stores, die ihre Auswahl im Laden kuratieren. In Hamburg findet man zum Beispiel Secondella in den Hohen Bleichen. Online gibt es dafür aber ebenfalls Shops wie Rebelle oder Vestiaire Collective.

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3. Nimm’ dir Zeit! Eben mal schnell ein Shirt mitnehmen, und dann wieder raus aus dem Laden? Das klappt bei H&M, wo man die Auswahl aus dem Katalog kennt, aber leider nicht im Second Hand Shop. Hier lohnt es sich, wirklich abzutauchen und jede Kleiderstange und jedes Kleidungsstück auf sein Potential zu scannen, siehe Punkt 1. Dabei ist es ratsam, für einen ausgedehnten Besuch im Vintage Store richtig angezogen zu sein; je leichter du dich für Anproben umziehen kannst und je gemütlicher dein Outfit, desto besser. So wirfst du nicht schon nach 5 Minuten zwischen den eng behängten Kleiderstangen das Handtuch.

4. Alles genau unter die Lupe nehmen: Du hast deine ersten Schätze entdeckt? Super! Jetzt werden die Kleidungsstücke und Accessoires erst einmal inspiziert. Findest du Löcher, ausgefranste Stellen oder Flecken daran, solltest du das Teil lieber hängen lassen – es sei denn, du kannst den Schaden zuhause selbst beheben. Aber bei irreparablen Fehlern kannst du dir den Ärger und das Geld für das Upcycling dieses Kleidungsstücks besser sparen.

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5. Vermeide Innenstädte. Wenn es dir besonders wichtig ist, beim Kauf deiner Kleidung Geld zu sparen, empfehle ich dir, die Läden in der Innenstadt zu meiden. Denn die sind meist kuratiert, d.h. der Ladenbesitzer hat selbst viel Zeit investiert, um eine Auswahl der Mode in seinem Geschäft zu treffen. Und muss höchstwahrscheinlich eine beachtliche Miete für den Laden zahlen, die sich im Preis seiner Kleidungsstücke widerspiegelt. Kleinere Second Hand Läden am Rande der Stadt, Kilo-Shops vom Deutschen Roten Kreuz oder Second Hand Ware bei der Diakonie sind hingegen günstiger – der kleine Geldbeutel freut sich! Wer es trendy mag, kann aber gerne einen Blick in die Shops innerhalb der City werfen.

6. Komm mit einer groben Idee: Ohne Plan in den Second Hand Laden zu gehen kann bedeuten, dass du säckeweise Klamotten mit nach Hause bringst! Die kleinen Preise können verlockend sein, aber am Ende ist es ein bisschen wie bei anderen Impuls-Käufen; daheim weiß man gar nicht mehr, warum man das Teil überhaupt mitgenommen hat. Eine ungefähre Idee dessen, was du im Laden suchst, hilft bereits bei der Auswahl. Auch wenn man wahrscheinlich nicht genau das findet, was man sucht, ist man häufig nah dran. Ich habe zum Beispiel zuletzt nach einem schwarzen Rollkragenpullover gesucht und einen Navy-blauen gefunden. Auch cool!

7. Wer nähen kann, ist klar im Vorteil! Erinnerst du dich an Punkt 2, und dass Größen keine Rolle spielen? Das gilt besonders bei Teilen, die etwas zu groß sind. Denn sehen wir es doch ein; meist geben “Muttis” ihre ausgediente Kleidung in diesen Läden ab, und eher selten die hippen Youtube-Mädels mit Größe 36. Doch mit einer Nähmaschine werden Hosen, Kleider und Röcke schnell zum maßgeschneiderten Teil. Ich habe letztens erst einen süßen Rock mit Knopfleiste und eine schwarze Hose aus Schurwolle aus dem Second Hand Laden auf meine Größe heruntergetrimmt. Auch abgerissene Knöpfe sind mit einigen Handgriffen schnell wieder angenäht. Kleine Änderungen sind auch mit Anfängerkenntnissen im Nähen schnell gemacht und können die Ausbeute im Second Hand Laden deutlich vergrößern!

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Was sind deine heißen Tipps für die Vintage-Shoppingtour? Verrate sie mir gerne in den Kommentaren!

LG Biene