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Test: DIY-Kit Seesack von Dawanda

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Hi ihr Lieben! Heute stelle ich euch das DIY-Kit von Dawanda für einen Seesack vor. Die Anleitung findet ihr kostenlos online, es gibt aber die Möglichkeit, die dazugehörigen Materialien in einem Paket mitsamt der Anleitung einzukaufen. Die Idee finde ich schon mal genial, weil ich es aus Erfahrung kenne, dass ich viele schöne Nähanleitungen finde, die passenden Stoffe dazu muss ich aber oft lange suchen. Mit einem Nähkit aber habt ihr die nötigen Stoffmengen mit allen dazugehörigen Kurzwaren aus einer Hand. Dabei sind die Qualitäten auch sehr schön (extra Vlieseinlage, fester Außenstoff) und großzügig bemessen. Bei mir sind noch große Reste übrig (besonders vom Kunstleder), mit denen ich noch ein kleineres Projekt nähen kann.

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Coole Stoffe, kurze Anleitung

Im Set sind also Stoffe enthalten – Kunstleder, Vlieseinlage, Futter- und Außenstoff – und Kurzwaren wie zwei verschiedene Garne, eine Kordel und Ösen. Die Anleitung ist mit nummerierten Fotos versehen, so kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

Nun bin ich ja kein Nähanfänger mehr, darum waren die meisten Schritte aus der Anleitung gut ersichtlich. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass ein Anfänger bei der stark eingekürzten Anleitung ein paar Probleme bekommen, weil einige Dinge beim Leser vorausgesetzt werden. Beispiel: Nahtzugaben werden nicht in cm ausgewiesen (bzw. überhaupt nicht), es wird nicht gesagt, welches Garn in welchem Fall verwendet werden soll, und auch ein Hinweis wäre gut, dass man Stoffe vor dem Zuschnitt normalerweise bügeln sollte. Die meisten Fragen erübrigen sich eigentlich, wenn man seinen gesunden Menschenverstand einsetzt, und insgesamt würde ich die Anleitung für den Seesack nicht als schwierig bezeichnen. Viele gängige Schritte kennt man als Nähanfänger aber eben nicht. Darum empfiehlt es sich für jeden, vorab schon einmal die gesamte Anleitung durchzulesen, damit man weiß, was auf einen zukommt. Einige zusätzliche erklärende Sätze wären aber super, oder eine Art „Kategorisierung“, für welche Näher (also ob Anfänger oder Fortgeschrittene) dieses Kit geeignet ist.

Kleine Schwierigkeiten mit den Ösen

Ein weiteres Manko stellt für mich das Ösenwerkzeug dar. Es ist zu klein und aus relativ weichem Plastik, das erschwert es einem, mit Kraft die Ösen an der richtigen Stelle zu befestigen. Außerdem hat ein Meißel gefehlt, mit dem man vorab ein Loch in den Stoff stanzt. Ich habe ja schon vorher viel mit Ösen gearbeitet (auch an meinen eigenen Turnbeuteln für Dawanda) und habe darum versucht, mit anderen Werkzeugen nachzuhelfen, aber da die nicht kompatibel waren mit den Ösen aus dem Set, sind einige Ösen im Seesack nun ziemlich zerhauen und zerquetscht worden. Ärgerlich! Nach einigem Hin und Her und der Zuhilfenahme meines Werkzeugkastens sind die meisten Ösen aber doch ordentlich eingestanzt worden. Ich hätte mir aber gewünscht, dass im Kitt ein etwas wertigeres Werkzeug für die Ösen enthalten gewesen wäre, dann wären die Ösen im Seesack auch alle schön geworden.

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Fazit

Trotz kleiner Hindernisse kann sich das Ergebnis auf jeden Fall sehen lassen! Die Nähschritte sind alle reibungslos verlaufen, nachdem die teilweise kryptischen Beschreibungen in der Anleitung durch etwas Nachdenken geklärt waren. So wertig die Stoffe des Seesacks aus dem DIY-Kit sind, so billig ist aber leider das Ösenwerkzeug im Kit gewesen. Dadurch können leicht Komplikationen und Frust aufkommen. Insgesamt ist ein fertig zusammengestelltes Näh-Kit aber eine super Idee, und wenn ein wertiges Ösenwerkzeug und eine etwas ausführlichere Anleitung hinzukommen, ist dieses Kit von Dawanda perfekt 🙂

Das DIY-Kit für den Seesack wurde mir von Dawanda kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

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