Die Bonsai Totebag von Simon Miller ist im vergangenen Jahr ganz schön oft in vielen Fashion-Accounts auf Instagram aufgetaucht. Doch über 400 Euro für eine Bucket Bag auszugeben, fand ich nicht unbedingt erstrebenswert – zumal die Tasche wirklich einfach selbst gemacht ist! Die Anleitung für eure ganz eigene Bonsai Tasche à la Simon Miller teile ich im heutigen Beitrag mit euch.

Kennt ihr das auch, dass ihr euch einen Stoff aus einem ganz bestimmten Grund kauft – und dann kommt ihr ewige Zeit lang nicht dazu, eure Idee umzusetzen? Bei mir war das der Fall bei einem halben Meter Kunstleder, welches ich mir bei Stoffe.de mal bestellt habe. Ich habe schon die ganze Zeit vorgehabt, damit mal meine ganz eigene Simon Miller Bonsai Totebag zu nähen, denn die Tasche an sich hat kein besonders aufwändiges Design, sieht durch die runden Griffe aber trotzdem richtig speziell aus.

Diesmal lag es aber nicht daran, dass ich keine Zeit hatte, die Tasche zu nähen. Nein, ich habe schlicht und ergreifend nirgends diese runden Bambusgriffe finden können! Bis ich dann letztens im Bastelladen war (um Kerzendochte zu kaufen) und die perfekten Ringe einfach so an der Wand hängen sah! Da könnt ihr euch sicher denken, dass ich nicht lange gefackelt und die Griffe sofort mit nach Hause genommen habe, um endlich meine ganz eigene Designertasche fertig zu stellen.

Und das war gar nicht mal schwer. Für mich war es persönlich am kompliziertesten, die Schlaufen für die Taschengriffe anzunähen (denn mein Kunstleder ist sehr dick). Aber insgesamt ist diese Handtasche in gerade mal einer halben Stunde und nur für den Bruchteil des Preises der Original-Tasche selbst genäht:

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So näht ihr eure eigene Simon Miller Bonsai Tasche

Level: einfach | Zeit: ca. 30 Min | Kosten: €€

Ihr braucht:

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Schneidet zunächst den Stoff zurecht. Für die Bucket Bag benötigt ihr ein langes Rechteck für den Korpus, einen runden Boden und zwei kleinere Rechtecke als Aufhängung für die Taschengriffe. Meine Tasche hat folgende Abmessungen, mit jeweils 1 cm Nahtzugabe an allen Teilen:

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Aus dem großen Rechteck näht ihr jetzt einen Zylinder. Dazu näht ihr die kurzen Seiten rechts auf rechts mit einem einfachen Stich zusammen. Danach wird der Boden angenäht. Steckt dazu den rund ausgeschnittenen Boden rechts auf rechts mit Klammern an eine der runden Öffnungen im Zylinder, so fällt das Nähen leichter. Auf Stecknadeln würde ich bei Kunstleder verzichten, da sie sichtbare Löcher in den Stoff stechen.
Habt ihr den Boden angenäht, habt ihr bereits eine einfache “Eimerform” für die Tasche. Damit jetzt das Wenden der Tasche leichter fällt, schneidet die Nahtzugabe vom Boden rundum vorsichtig ein. Kehrt die Tasche nun von innen nach außen, sodass die rechte Seite außen liegt. Die Naht am Boden könnt ihr mit den Fingern weiter herausdrücken. Den offenen Rand der Tasche könnt ihr mit 1 cm nach innen klappen und festnähen.

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Jetzt ist der auffällige Taschengriff dran! Nehmt die zwei kleinen Stoffrechtecke und positioniert sie mittig am oberen Taschenrand, und zwar so, dass die kurzen Seiten aufeinander geklappt sind und jeweils ein Bambusreifen in der so entstandenen Schlaufe liegt. Da Kunstleder nicht ausfranst, müssen die Stoffstücke nicht versäumt werden (es sei denn, ihr möchtet das gerne und der Stoff ist nicht zu dick). Ich habe die Kanten darum unverarbeitet gelassen und die Schlaufen von Hand an die Tasche genäht.

Schon ist die Totebag à la Simon Miller fertig! Darin finden die wichtigsten Dinge für den Alltag Platz und das Geld, das ich durch das Selbermachen der Tasche gespart habe, kann jetzt in andere schöne Dinge investiert werden.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachnähen!

LG Biene

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