Dass ich aus alten Klamotten liebend gerne Neue nähe und euch die Anleitungen dafür aufschreibe, wisst ihr ja bereits. Aber der heutige Beitrag ist eine echte Premiere für mich, denn ich habe mein erstes Tutorial gefilmt! Ja, ich habe mich endlich entschlossen, einen eigenen Youtube-Kanal zu eröffnen – ihr könnt nun Letters & Beads auf Youtube abonnieren, liebend gerne mein erstes Video liken und kommentieren und mir verraten, welche Videos ihr euch in Zukunft wünscht, oder was ich besser machen kann. Ich freue mich über euren Input!

Ich denke, dass ein Video-Tutorial beim Nähen immer etwas hilfreicher ist als eine Text-Anleitung, darum habe ich mich endlich überwunden, für dieses Projekt ein eigenes Video zu drehen. Das war eine ganz schöne Arbeit kann ich euch sagen; Ungefähr drei oder vier Arbeitstage kann man man schon veranschlagen für dieses eine Tutorial! Dafür, dass es mein erstes kleines Filmchen ist, ist es aber nicht mal sooo schlecht geworden, was meint ihr?

Damit ihr das Upcycling-Projekt problemlos selbst zuhause nachmachen könnt, kommen hier trotzdem noch einmal alle Infos schwarz auf weiß für euch zum Nachlesen:

So wird aus einem Männerhemd ein Minikleid

Level: mittel | Zeit: ca. 3 Stunden | Kosten: €

Ihr braucht: 

Legt das Hemd zunächst so zurecht, dass die Knopfleiste so obenauf liegt, wie ihr sie später an der Front eures Minikleids haben möchtet. Messt nun die benötigte Breite und Länge für euren Dress ab – ich habe dazu einfach ein Minikleid als Schablone verwendet, das ich bereits besitze.

Mein Hemd war so groß, dass die Länge vom Kragen abwärts bereits für ein komplettes Kleid ausreichte, d.h. ich musste unten am Saum nichts verlängern und konnte mir das Versäubern am Saum sparen! Ich habe also die Grundform für mein Kleid aus dem Hemd geschnitten und an den beiden Längsnähten noch eine Kurve für meine Taille eingeplant. Vorder- und Rückenteil werden dann rechts auf rechts an den langen Kanten aneinandergenäht. Ihr könnt die Ausschnittkante am Rücken übrigens etwas tiefer zuschneiden als vorne, so erhält euer Kleid später einen bequemeren Sitz. Damit die Knopfleiste beim Tragen nicht komisch aufspringt, habe ich diese übrigens auch mit einem einfachen Stich verschlossen.

An der hinteren Mitte wird ein Reißverschluss eingearbeitet, damit das Kleid möglichst nah am Körper liegen kann. Ich habe dazu das Rückteil mittig aufgeschnitten und an der oberen Kante einen Reißverschluss eingenäht. Unter dem Reißverschluss habe ich den Rücken wieder zugenäht.

Näht noch 2 Abnäher über eure Brust, damit das Minikleid sich später gut an euren Oberkörper schmiegen kann – ohne Abnäher flattert sonst sehr viel Stoff an eurer Brust herum. Danach könnt ihr die Ausschnittkante mit einem farblich passenden Schrägband versäubern. Legt dazu zunächst das Schrägband rechts auf rechts auf die Ausschnittkante, und klappt dann das Schrägband nach innen. Mit einer weiteren Naht könnt ihr das Band noch am Kleid fixieren. Falls ihr einen schlichten Look für euer Kleid wünscht, könnt ihr nun schon die Träger an euer Kleid nähen:

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Messt an eurem Körper ab, welche Länge ihr für eure Träger benötigt, und schneidet zwei Bänder in dieser Länge mit jeweils 5 cm Breite zu. Dann werden die beiden äußeren langen Kanten und dann das ganze Band nochmal mittig gefaltet und die offene Kante zugenäht. Das macht ihr zweimal, so entstehen eure Träger, die ihr dann an der gewünschten Stelle jeweils vorne und hinten an eurem Kleid befestigt.

Wer mag, kann zusätzlich noch einen gerüschten Saum an der oberen (oder auch unteren) Kante des Kleides anbringen. Schneidet dazu einen langen Streifen Stoff aus den Resten eures Männerhemdes zu, zur Not könnt ihr kürzere Stücke auch einfach aneinandernähen. Der Steifen sollte insgesamt mindestens doppelt so lang sein wie der Umfang eurer Ausschnittkante.

Säumt zunächst die obere lange Kante eures Bandes, und näht an der gegenüberliegenden Seite einen einfachen, langen Stich, ohne diesen am Ende zu verriegeln. Haltet dann einen Faden fest und zieht vorsichtig an dem anderen, sodass sich der Stoff von alleine aufbauscht. Das macht ihr so lange, bis euer Stoffband die gewünschte Länge für eure Ausschnittkante hat. Der Rüschensaum wird dann rechts auf rechts an den Ausschnitt genäht und danach noch einmal im hochgeklappten Zustand für mehr Stabilität an der Nahtzugabe abgesteppt.

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Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachnähen und freue mich auf euer Feedback zum Thema Youtube 🙂

LG Biene

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