In meinem letzten Beitrag zu silikonfreiem Shampoo habt ihr schon von meinen ersten Erfahrungen mit einem Waschmittel mit Lavaerde gelesen. Aber was ist das eigentlich genau und wofür ist das gut? Heute erzähle ich euch etwas mehr zu der ökologischen Haarwäsche ohne Seife!

Nach einer Flasche mit einem Shampoo mit Lavaerde konnte ich mein Schuppenproblem noch nicht so ganz bekämpfen. Aber ich bleibe hartnäckig und will es weiter probieren. Es muss doch möglich sein, eine problematische Kopfhaut auf ohne Chemiekeule zu pflegen! Ich habe etwas herum recherchiert und scheine bei meinen fettigen Schuppen mit Lavaerde auch eigentlich genau richtig zu liegen. Aber Lavaerde, was soll das sein? Mit Erde die Haare sauber kriegen macht doch eigentlich keinen Sinn.

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Ghassoul (so heißt es ursprünglich) stammt aus Afrika, Marokko um genau zu sein. Lavaerde hat mit Lava aus dem Vulkan nichts zu tun. Vielmehr bedeutet der Name ins Deutsche übersetzt einfach „Waschen“. Das ist bei dieser Erde auch Programm. Es ist eine bestimmte Form der Tonerde, die eine reinigende Wirkung besitzt und ohne Silikone oder sonstiges Plastik, ohne Parfum oder bedenkliche Stoffe, dafür aber mit vielen Mineralstoffen, das Haar und die Kopfhaut reinigen.

Wie reinigt die Lavaerde?

Die reinigende Wirkung liegt an der starken Absorbtionskraft der des Ghassoul. Schmutz und Schuppen werden beim Aufquellen der Lavaerde gebunden, und beim Auswaschen direkt mit weg gespült. Gleichzeitig fördert diese Absorbition auch die Durchblutung der Haut – das habe ich euch anhand der weißen Tonerde in diesem Beitrag auch schon einmal erzählt.

Nicht nur für die Haare stellt Lavaerde eine sanfte Alternative zu herkommlichen Reinigungssubstanzen (Tensiden) dar. Auch für die Körperreinigung und für Peelings ist es die ökologischere Variante zur konventionellen Kosmetik. Dass Ghassoul nicht schäumt und daran, dass man es erst einmal mit Wasser anmischen muss, muss man sich allerdings erst einmal gewöhnen. Es gibt aber auch bequemere Varianten aus der Tube, wie das Shampoo von Santé, das ich euch zuvor vorgestellt hatte.

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Für die Haarwäsche mit Lavaerde wird 1 EL davon mit der gleichen Menge Wasser (oder etwas mehr) angerührt und einige Minuten aufquellen gelassen. Wichtig: zum Abmessen und Rühren keinen Metalllöffel verwenden! Die Lavaerde wird dann in die Kopfhaut massiert, einige Minuten einwirken gelassen und dann ordentlich ausgespült.

Wendet man dieses Shampoo regelmäßig an, wird das Haar spürbar weicher, die Kopfhaut beruhigt sich, und auch die Abstände zwischen den Haarwäschen werden größer. So spart man auf lange Sicht Wasser und Shampoo – und das ist mit Hinblick auf die Umwelt auch sehr schön 🙂 Der einzige Nachteil ist allerdings der lange Weg der Lavaerde zu uns nach Deutschland.

Erhältlich sind Produkte mit Lavaerde (z.B. von Santé oder Logona) im Drogeriemark, im Reformhaus und in Biosupermärkten.

Noch habe ich die Lavaerde „pur“ nicht so ausgiebig ausprobiert, und muss mich erst einmal herantasten, ob es für mich das Richtige ist. Aber ich halte euch auf dem Laufenden. Habt ihr schon Erfahrungen mit der seifenlosen Haarwäsche gemacht, und habt vielleicht Tipps dazu? Dann immer her damit in den Kommentaren!

LG Biene

Das abgebildete Produkt von Logona wurde mir als kostenfreies PR-Sample zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!