DIY Rosenwasser: Toner für die Gesichtspflege

Rosenwasser werden viele positive Wirkungen für die Haut und das Gemüt zugesprochen. Welche das sind und wie du dein eigenes Rosenwasser selber machen kannst, verrate ich dir im heutigen Beitrag!

Was macht man mit Rosenwasser und was bewirkt es?

Marzipan und viele orientalische Süßigkeiten enthalten traditionell Rosenwasser. Auch Cocktails und sommerliche Getränke erhalten durch Rosenwasser das gewisse Etwas. Doch mit Rosenwasser kann man nicht nur Speisen verfeinern. Als Bodyspray wirkt es erfrischend, und als Bügelspray kann es frisch gewaschener Wäsche einen wunderschönen Duft verleihen. Das Wässerchen ist also ein echter Allrounder, was die Anwendungsmöglichkeiten anbelangt!

Die Anwendung als Toner fasziniert mich aber am meisten. Bei der Hautpflege lässt sich Rosenwasser toll als Gesichtswasser anwenden, denn die Haut “trinkt” es nur zu gern und dankt es einem mit einem verfeinerten und ebenmäßigen Hautbild. Dem Blütenauszug werden viele positive Wirkungen nachgesagt:

  • Rosenwasser ist antibakteriell und kann damit entzündungshemmend wirken. Super bei Pickeln und Akne!
  • Angeblich soll der Toner auch der Narbenbildung vorbeugen können
  • Es ist pH-neutral und trocknet damit die Haut nicht aus, sondern wirkt eher beruhigend. Sensible und trockene Haut freut sich! Auch Falten haben somit keine Chance.
  • Die enthaltenen Vitamine B und C sorgen für eine widerstandsfähige und strahlende Haut
  • Rosenwasser soll abschwellend wirken, was bei geschwollenen Tränensäcken und Augenringen hilfreich sein kann
  • Mit dem betörenden Duft kann Rosenwasser auch zur Aroma-Therapie angewendet werden – für einen erfrischenden, vitalisierenden Effekt auf’s Gemüt!

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Rosenwasser ist also für jeden Hauttypen geeignet und lässt sich täglich in der Hautpflege einsetzen. Möchtest du dein eigenes Rosenwasser nun selbst herstellen? Dann schnapp’ dir am besten die Blüten von Rosa centifolia (Zenitfolie) oder Rosa damascena (Damaszener Rosen) und setze sie in einer der folgend aufgeführten Auszugs-Möglichkeiten ein:

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Rosenwasser selber machen

Um das Gesichtswasser herzustellen, gibt es mehrere Möglichkeiten:

1. Kalter Aufguss

Hier gibt man die Blütenblätter von 5-6 Rosen in ein großes, abgekochtes Einmachglas und gießt diese mit kaltem Wasser auf. Das verschlossene Einmachglas lässt man an einem abgedunkelten Ort ca. 1 Woche stehen. Danach seiht man die Rosenblätter ab, während man das Rosenwasser in ein geeignetes Behältnis füllt (z.B. eine Sprühflasche).

2. Kondensation

Dies ist eine zuverlässige und schonende, wenn auch etwas aufwändigere Methode. In einem Topf wird zunächst eine kleine Schale kopfüber in die Mitte gestellt. Rundum werden dann die Blütenblätter der Rosen gelegt und mit Wasser aufgegossen. Auf die Schüssel in der Mitte wird dann eine weitere Schale richtig herum gestellt und der Topf mit einem Deckel (kopfüber, also mit Griff im Topf) geschlossen. Bei geringer Hitze soll nun das Wasser zum Verdampfen gebracht werden. Am Deckel sammelt sich das Kondenswasser, welches in der Mitte des Deckelgriffs zusammenläuft und dann in die mittige Schale tropft.

3. Heißer Aufguss

So habe ich es gemacht! Hier geht man genauso vor wie beim kalten Aufguss, außer dass man diesmal kochendes Wasser zum Aufgießen verwendet. Das verschlossene Einmachglas muss dann nur ca. eine Stunde stehen (oder einfach, bis das Wasser abgekühlt ist). Danach die Blütenblätter aus dem Wasser entfernen und wie gewünscht das Rosenwasser verwenden. Für mich war das die einfachste und schnellste Herstellungsart, aber jeder kann da selbst entscheiden, was ihm am liebsten ist.

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Schon ist der selbstgemachte Beauty-Toner fertig! Das Rosenwasser hat eine tolle, knallrote Farbe (eben von roten Blütenblättern, bei pinken Rosen ist die Farbe vermutlich milder) und einen angenehm zarten Duft.

Es gibt viele Möglichkeiten, das Rosenwasser mit weiteren Zusätzen zu ergänzen. Ein paar Tropfen Glycerin sorgen beispielsweise für noch mehr Feuchtigkeit auf der Haut. Aber pur funktioniert es ebenfalls wundervoll und auf ganz natürliche Weise. Ohne künstliche Konservierungsstoffe oder Alkohol ist es besonders mild auf der Haut, hat aber dadurch auch eine etwas kürzere Haltbarkeit! Bewahrt euer selbst gemachtes Rosenwasser darum am besten im Kühlschrank auf und braucht es innerhalb von max. 2 Wochen auf.

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Habt ihr schon einmal Rosenwasser verwendet, und wenn ja, wofür am liebsten?

LG Biene

34 Gedanken zu „DIY Rosenwasser: Toner für die Gesichtspflege“

    • Das ist eine gute Frage, Jana. Ich hab mal recheriert und kriege eher durchwachsene Ergebnisse (2 Wochen bis zu einem Jahr Haltbarkeit).
      Ich würde dann auch lieber auf Nummer sicher gehen und das Rosenwasser innerhalb weniger Wochen aufbrauchen.

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      • Wenn du destilliert hast, hält es an einem dunklen Ort und in einer dunklen Flasche ca. 1 Jahr. Beim Kalt- oder Warmauszug leider nur ca. 2 Wochen, bitte unbedingt im Kühlschrank lagern. Ich habe schon beides gemacht, wobei ich seit ca. 1 Jahr eine Destille habe. Ich mache nur mehr Dampfauszug/Hydrolat und dies hält ca. 1 Jahr. Ich verwende es als Gesichtswasser, wobei Magnolie noch besser ist. In meine Cremen und Seifen gebe ich auch immer etwas von den Hydrolaten.

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        • Der Hinweis mit dem Kühlschrank ist wirklich wichtig! Sonst schimmelt’s leider echt schnell…
          Mit Magnolie klingt das Wasser auch sehr erlesen! Insgesamt klingt das bei dir alles echt professionell 😉 Machst du das nur für dich privat, oder vertreibst du auch Produkte?
          LG

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  1. Hallo bin Renate aus Tirol und habe Rosenspray nach einer Kopfoperation bekommen.War sehr geschwollen im Gesicht, doch dieser Spray hat wahre Wunder gewirkt.Aufs Tuch sprühen und Gesicht damit abdecken.Kann nur sagen:Sensationell.Lg

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  2. Ich hätte gerne auch so ein Wasser gemacht. Dafür bräuchte ich nur noch zwei Infos:
    – woher hast Du die Rosenblätter gehabt?
    – wieviel Wasser benötigt man für die von Dir angegebene Menge an Rosen?
    In letztem Jahr habe ich auf ähnliche Art und Weise Rosenöl gemacht (Blütenblätter ins Glas und mit Öl übergießen; einige Tage in der Sonne stehen lassen).
    Ich drücke Dir die Daumen, dass Du weiter experimentierst 🙂

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    • Hi! Ich habe ganz stinknormale Rosen benutzt, die wir vorher in der Vase stehen hatten. Soweit ich weiß gibt es aber auch Rosen, die zum Verzehr geeignet sind – vielleicht sind diese für das Rosenwasser auch eine bessere Option.

      Ansonsten habe ich ca. 0,5 l Wasser verwendet, vielleicht etwas weniger. Das mit dem Öl würde ich auch mal ausprobieren! Eignet sich dafür jedes Öl, oder empfiehlst du ein bestimmtes?

      LG

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  3. Hallo, habe das Rosenwasser fertig und ein mal probiert. 🙂 wollte noch mal fragen, wie oft man es nehmen kann. Ein mal am Tag oder öfter? Liebe Grüße nochmal Tamara

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  4. Rosenwasser kannst du sooft nehmen wie du möchtest.
    Wenn es sehr warm ist, besprühe ich mich einfach so damit, und laß es auf der Haut trocknen. Total erfrischend .

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    • Im Kühlschrank höchstens 2 bis 3 Wochen, muss man aber wie Biene schon schreibt nach einer Woche schauen, ob es noch passt. Meine Lieben der “Heissauszug oder das Rosenhydrolat” hält dagegen ca. 1 Jahr und das sogar im dunklen Raum ohne Kühlschrank. Ich verwende Rosenhydrolat für alles mögliche. Es ist ein sehr gutes Gesichtswasser, da leicht antibakteriell, als Raumspray gibt es einen guten Duft und ist ebenfalls antibakteriell.

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  5. Hallo, man könnte auch einen Espresso Kocher benutzen…..genau der gleiche Vorgang wie bei’m Espresso zubereiten. Geht schnell und einfach. LG Ela

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  6. Vielen Dank für dieses tolle und einfache Rezept zur Herstellung von Rosenwasser. Ich habe es heute ausprobiert und es hat super geklappt !!

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  7. Mache es immer aus einer nach Himbeeren duftenden Kletterrose und nutze es haubsächlich in der Orientalichen Küche.
    Für Lokum,Baklava und andere süße Sachen auch für einige Geflügel Rezepte Im Tajine

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  8. Schöne Ideen, aber bitte keine Schnittblumen verwenden, die werden gespritzt und das nicht wenig. Und das Zeug geht dann auch in das “Rosenwasser” über…

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  9. Hallo, würde auch gerne mal Rosenwasser selber machen. Meinst du, es würden auch Bütenblätter von einer Pfingstrose gehen? Die hab ich nämlich im Garten und die wäre absolut ungespritzt.

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    • Hallo Britta,
      das sollte kein Problem sein! So lange die Blüten ungespritzt sind, können auch Pfingstrosen eine schöne Grundlage für das Gesichtswasser sein 🙂

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