Meinen Vorsatz für das Jahr 2019 habe ich euch ja bereits verraten – ich schalte mal einen Gang runter und setze auf das Motto “Weniger ist mehr”. Was ich in den vergangenen Wochen konkret angepackt und welche ersten Erfolge ich für mich persönlich erzielt habe, möchte ich euch heute erzählen!

Eigentlich ist der Titel des heutigen Beitrags schon etwas reißerisch. Ich und minimalistisch? Wer sich mit Minimalismus einmal beschäftigt hat, weiß, worum es geht; Im Extrem-Fall leben Minimalisten nur noch mit dem Aller-allernötigsten. Da wohnt es sich dann auf nur noch wenigen Quadratmetern mit seinen drei Unterhosen, zwei Shirts und einer Hose und schon ist man der glücklichste Mensch von allen!

Ich übertreibe natürlich, aber Minimalismus per Definition werde ich wohl nie erreichen (wollen). Zumindest aus heutiger Sicht ist diese Art zu leben meiner Meinung nach doch zu sehr von Verzicht gezeichnet (besonders, was Mode anbelangt!). Aber wer weiß, wohin die Reise dieses Jahr noch für mich geht – vielleicht denke ich im Dezember ja komplett anders und besitze dann selber nur noch drei Unterhosen 😀

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Doch erst einmal der Reihe nach. Denn eigentlich ging es mir zum Anfang des Jahres nur darum, von allem etwas weniger zu haben; weniger Zeug, dafür mehr Zeit. Darum habe ich im Januar richtig die Ärmel hochgekrempelt und erst einmal begonnen, aufzuräumen:

Weniger Kram

Die ersten Tage des neuen Jahres hatte ich mir frei genommen und die Zeit genutzt, um im Haushalt die schiere Anzahl einiger Gegenstände zu reduzieren. Da ich meinen Kleiderschrank vor einigen Monaten bereits einmal aufgeräumt hatte (hier erzähle ich euch mehr dazu), habe ich diesen für den Anfang außen vor gelassen. Stattdessen habe ich mich meinem Make-Up und meinem Schmuck gewidmet. Ganz im Stile von Marie Kondo habe ich die Gegenstände der jeweiligen Kategorie alle vor mir aufgehäuft und mich bei jedem einzelnen Teil gefragt, ob es mir noch gefällt. Auf Instagram habe ich euch ja bei meiner Schminke auch in den Stories mitgenommen – viele Sachen haben sich als bereits abgelaufen herausgestellt und mussten daher gehen. Und wieder andere habe ich einfach nicht verwendet, weil sie meinen Erwartungen nicht entsprachen.

Interessant dabei ist, dass bei der Masse an Gegenständen dann diejenigen auch untergingen, die ich eigentlich total gerne mag. Darum hat Aufräumen auch so etwas Befreiendes; man löst sich von all den Dingen, die einen durch ihre bloße Anwesenheit eigentlich nur verärgern. Am Ende der Aktion hat man dann endlich wieder einen Überblick über all das, was man eigentlich besitzt – und das sind ausschließlich Lieblingsstücke! Die aussortierten Dinge, die noch schön und tragbar waren, sind inzwischen auf meinem Kleiderkreisel-Account zu finden.

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Des weiteren habe ich mich noch anderen Orten in der Wohnung gewidmet und unliebsame Gegenstände aussortiert:

  • Badezimmer: Von Putzmitteln zu Rasierzubehör bis zur Lotion wurde alles auf seine Nutzung geprüft, entsprechend aussortiert und nach Kategorie (z.B. Medikamente, Rasur, Zahnpflege) neu angeordnet.
  • Dekoration: Ich war überrascht, wie viel ich davon tatsächlich habe! Es ist nun alles endlich einmal ordentlich im Schrank verstaut (nach Vasen, Kerzen, Kerzenhaltern und Dekorationsobjekten sortiert); die aussortierten Deko-Gegenstände muss ich nochmal sichten. Vielleicht freut sich jemand noch über das ein oder andere Stück! Auf den Müll sollen die Sachen jedenfalls nicht.
  • Küchenschränke: In einem plötzlichen Putzanfall habe ich erst einmal alle Schranktüren von außen gereinigt, um dann drinnen richtig aufzuräumen. Überflüssige Töpfe, Besteck und aller möglicher Schnick-Schnack (wer braucht eigentlich einen speziellen Pizza-Schneider?) wurde in einer “Zu Verschenken” Kiste verstaut und nach draußen gestellt.

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Weniger Konsum – Weniger Müll

Ich habe mir vorgenommen, erst einmal keine neue Kleidung mehr zu kaufen. Denn momentan brauche ich einfach keine weiteren Kleidungsstücke mehr, ich habe wirklich mehr als genug und auch für jede Gelegenheit etwas im Kleiderschrank. Die Produktion von neuer (billiger) Kleidung ist zudem nicht nur eine der größten Verschmutzerinnen unserer Umwelt, sie ist auch alles andere als fair vielen Menschen und Tieren gegenüber.

Um meinen eigenen Beitrag zur Belastung der Umwelt zu reduzieren, wird jetzt also erst einmal nichts mehr geshoppt, AUSSER 1) ich kann es Second Hand finden oder 2) ich kann es fair produziert finden. Ich bin derzeit auf der Suche nach neuen Marken und Shops, bei denen man faire Mode kaufen kann – wenn ihr Tipps habt, dann teilt sie gerne in den Kommentaren! Ansonsten tut es aber mal gut, sich nicht dauernd mit der Suche nach neuen Klamotten zu beschäftigen.

Stattdessen nutze ich die Zeit, um die Nase mal wieder in ein paar Bücher zu stecken. Gerade bin ich mit im dritten Teil von Kevin Kwan’s “Crazy Rich Asians” Reihe, was eine schöne, kurzweilige Geschichte ist. Als nächstes werde ich aber vermutlich doch eher wieder etwas Anspruchsvolleres lesen – mal schauen, was mir vor die Flinte kommt.

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LG Biene

*Dieser Beitrag enthält Affiliate Links.


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