Die Feiertage liegen hinter uns! Nur noch wenige Stungen sind übrig in diesem Jahr – Zeit, auf 2019 zurückzublicken. Wie haben sich meine Vorsätze vom Anfang des Jahres gehalten, und welche Erkenntnisse habe ich auf dem Weg hierher gewonnen? Ein Jahresrückblick.

2019 stand unter dem Motto “Weniger ist mehr”. So habe ich mir zum Beispiel vorgenommen, keine neue Kleidung in diesem Jahr zu kaufen – nur Second Hand und faire Labels waren erlaubt. Außerdem wollte ich meine Wohnung mal etwas entrümpeln, und meinen Geist auch. Macht euch einen Tee und lehnt euch zurück, denn in meinem Rückblick erzähle ich euch heute, ob ich mich an meine Vorsätze gehalten habe, und wie ich in 2020 weitermachen möchte:

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#zerowaste_xmas geht in die 2. Runde

Wie auch im vergangenen Jahr habe ich meine Zero Waste X-Mas Aktion auf meinem Blog und auf Instagram veranstaltet. Unter dem Stern “Weniger ist mehr” ging es vor allem darum, unnötige Anschaffungen und Müll zu vermeiden. Stattdessen gab es Tipps für selbstgemachte Weihnachtsdeko und umweltfreundliche Geschenkideen. Alle meine Zero Waste X-Mas Blog-Beiträge findet ihr hier. Auf Instagram haben außerdem wieder einige User ihre #zerowaste_xmas Ideen ebenfalls geteilt, was ich super finde – mehr Köpfe haben eben auch immer noch mehr Ideen! Wünscht ihr euch in 2020 weitere Ideen für ein zero waste Weihnachtsfest? Verratet es mir gerne in den Kommentaren!

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Kein Fast Fashion? Naja, fast…

Ein Jahr lang keine neue Klamotten zu kaufen ist für einen Fashion Addict wie mich schon eine ziemliche Herausforderung. Aber ich habe (fast) durchgehalten. Bei insgesamt 12 Stücken aus dem konventionellen Bereich habe ich doch nachgegeben. Vor allem bei Schuhen bin ich schwach geworden – insgesamt haben es 5 neue Paare in meine Kollektion geschafft. Aber auch Sport- und Sommerkleidung war dabei, von der ich zumindest hoffe, dass sie lange Teil meiner Garderobe bleiben.

Ansonsten habe ich in diesem Jahr vor allem in Second Hand Läden, auf Kleiderkreisel oder bei fairen Online Shops neue Kleidung finden können. Was sich durch den Verzicht von Fast Fashion für mich verändert hat? Dieses „Jagd Gefühl“ ist wieder da, wenn man echt geile Funde im Second Hand Bereich macht oder mal einen neuen, nachhaltigen Shop mit schönen Sachen entdeckt! Außerdem ergeben Recherchen zum Thema Nachhaltigkeit in der Mode immer noch interessante Insights – zum Beispiel darüber, dass High End Kleidung auch nicht fairer produziert wird als bei günstigen Anbietern. Solche Erkenntnisse bestärken mich immer wieder von neuem darin, weiter auf Slow Fashion Optionen zu setzen. Ich werde deswegen wohl auch im nächsten Jahr meinen Konsum bewusst gestalten und erst einmal weiter auf Fast Fashion verzichten.

Abgesehen vom Shopping-Stop hat es Spaß gemacht, wieder kreativer mit den Sachen umzugehen, die schon im Kleiderschrank stecken! Da schaut man dann, auf welche Arten man sein weißes T-Shirt kombinieren, oder wie ein Slipdress auf unterschiedliche Weise gestylt werden kann. Auf diesem Wege bin ich im Herbst dann auch auf meine neue Capsule Wardrobe gekommen, die mir mit ihrer Color Story über 2 Monate hinweg das Anziehen wirklich erleichtert hat. Ich werde auf Basis dieser Kapsel Kollektion im neuen Jahr von neuem Kleidung aussortieren in der Hoffnung, dass dabei nur Kleider übrig bleiben, die gut zueinander passen.

DIY Fashion bringt Abwechslung

Auch mein Stofffundus wurde dieses Jahr etwas dezimiert durch einige schöne DIY Kleidungsstücke, die aus bereits vorhandenen Stoffen hergestellt wurden. So ist aus einem alten Männerhemd ein Kleid geworden, aus einem kaputten Bettlaken entstand eine Bluse, und aus alten Hosen lassen sich einfach sommerliche Neckholdertops zaubern! In der zweiten Jahreshälfte bin ich allerdings wieder etwas nähfaul geworden, was sich in 2020 vermutlich schnell ändern wird, denn ich habe einige Pläne für unsere Wohnung, bei denen meine Nähmaschine eine wichtige Rolle spielen wird…es bleibt spannend!

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Weniger digital, mehr analog

Das war zumindest einer der Vorsätze, die ich Anfang 2019 gefasst habe. Dabei wollte ich auf der einen Seite mehr lesen und auf der anderen Seite etwas Abstand von der digitalen Welt nehmen (vor allem Social Media). Das erstere ist mir gut gelungen, ich habe pro Monat tatsächlich geschafft, ein Buch zu lesen. Allerdings habe ich an einem Buch lange genagt und es dann doch aufgegeben, weil es mir einfach zu langweilig war. Die Moral von der Geschicht’ ist für mich, dass es okay ist, Sachen auch einfach sein zu lassen, wenn sie keinen Spaß machen – es geht ja schließlich um meine Freizeit und die will ich nicht damit verschwenden, mich mühselig durch ein Buch zu ackern.

Dafür habe ich in diesem Jahr vor allem Sachbücher und auch Podcasts für mich entdeckt. Derzeit lese ich noch “Die 7 Wege zur Effektivität” von Stephen R. Covey* auf meinem Reader, weitere ähnliche Titel stehen schon auf meiner Leseliste für 2020. Auf die Ohren gibt es dann Podcasts über meine App Castbox: Derzeit läuft bei mir Steven Bartletts „Diary of a CEO“ und hin und wieder TED Talks, wenn ich zum Beispiel Wäsche aufhänge. Wenn ihr Empfehlungen für coole Podcasts habt, schreibt mir sie super gerne in die Kommentare!

Und das mit dem Digital Detox? Das habe ich das Jahr über wohl etwas vernachlässigt. Meistens liege ich Abends dann doch noch im Bett mit dem Smartphone vor der Nase, und so richtig “offline” bin ich nur sehr selten. Ich will versuchen, im nächsten Jahr aktiver darauf zu achten, das Smartphone nicht wie meinen dritten Arm zu behandeln. Ich werde mir erst einmal vornehmen, 1 Stunde nach dem Aufstehen und 1 Stunde vor dem Zubettgehen nicht mehr das Handy zu benutzen. Das hat für mich vor allem den Grund, dass ich das Browsen auf Social Media eher als Stress empfinde. Für die mentale Gesundheit gibt es sicher schönere Rituale morgens und abends, als sich das leuchtende Rechteck ins Gesicht zu halten.

Neues Ritual: Dankbarkeitstagebuch

Abends ist es zum Beispiel schön, den Tag nochmal aktiv zu reflektieren und sich daran zu erinnern, was einem besonders positiv in Erinnerung geblieben ist. Am Ende jeden Tages schreibe ich 3 Dinge auf, die ich feiere. Für die ich dankbar bin, die mich erfreut haben oder motivieren. Dieses Dankbarkeitstagebuch hat seine Wurzeln wieder in meiner mentalen Gesundheit, denn mit einem positiveren Mindset geht man auch anders in einen neuen Tag als mit Fokus auf die negative Dinge. Inzwischen fallen mir schon die kleinsten Dinge im Alltag auf, von denen ich dann denke „Das schreibst du nachher auf!“. Das kann ein Vogelzwitschern am Morgen sein oder rosa Wolken am Himmel.

Weniger Kram: Neuer Versuch in 2020

Eigentlich wollte ich dieses Jahr Zuhause etwas Entrümpelung à la Marie Kondo einkehren lassen. Allerdings hat das Aufräumen nach dem Frühjahr echt nachgelassen. Nach dem Gewürzregal, den Büchern und Dokumenten, meiner Dekokiste und unserem Badezimmer ist die Ausmistmentalität schnell wieder eingeschlafen. Wir haben zwar auch keine neuen Möbel oder sonstiges an Einrichtung zusätzlich in die Wohnung geholt, aber es herrscht doch ganz schön oft Unordnung bei uns. Außerdem ist unsere Wohnung gerade noch ein ziemlicher Hybrid zwischen Studenten-WG und erwachsenem Zuhause.

Im neuen Jahr möchte ich gerne unsere Wohnung auf Vordermann bringen und Zimmer für Zimmer einen einheitlichen Stil einbringen, damit unsere vier Wände ein gemütliches Zuhause werden, in dem man gerne Zeit verbringt! Vermutlich wird das mit Investitionen verbunden sein – mal sehen, was sich da im Second Hand Bereich finden lässt. Wenn ihr Tipps für die Möbeljagd habt, dann immer her damit in den Kommentaren!

So viel zu meinem Jahresrückblick 2019! Wie war euer Jahr so und was nehmt ihr euch in 2020 vor?

LG Biene

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