Diese Woche ist Fashion Revolution Week – eine Woche lang stellt man sich in sozialen Medien die Frage who made my clothes?. Was es mit dieser besonderen Woche auf sich hat und was das Thema mir selbst bedeutet, verrate ich euch im heutigen Beitrag.

#whomademyclothes – Worum geht es?letters_and_beads_fashion_beauty_diy_fashionrevolution_who_made_my_clothes_

Seit Montag findet ihr online wieder vermehrt diesen mit viel Schwung geschriebenen Schriftzug auf Instagram und Co., den User vor sich in die Höhe halten: who made my clothes?. Sie alle wollen wissen, wer ihre Kleidung genäht hat.

Diese Aktion wurde vor fünf Jahren angestoßen von der Fashion Revolution Foundation. Anlass war der damalige Einsturz des Industriegebäudes in Rana Plaza, in dem 1138 NäherInnen für globale Bekleidungsfirmen ihr Leben gelassen haben und viele weitere verletzt wurden. Zu geringe Sicherheitsstandards und allgemein fragwürdige Arbeitsbedingungen haben bis dato immer wieder solche Unfälle in den Nähstätten der Fashionindustrie verursacht. Seit dem Zusammenbruch des Gebäudes am 24. April 2013 findet daher nun jährlich in der Woche um dieses Datum herum die Fashion Revolution Week statt. Mit der #whomademyclothes Kampagne fordern Nutzer von führenden (Fast-) Fashion Unternehmen mehr Transparenz dem Verbraucher gegenüber.

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#imademyclothes – Für echte Transparenz

Dem Ruf nach mehr Transparenz folgen viele Modefirmen, und die who made my clothes Kampagne trägt sicher einen Teil dazu bei. Und ich finde es auch toll, dass das Thema mehr und mehr Verbrauchern wichtiger wird. Dennoch sind die Wege, auf denen (angeblich) nachhaltigere oder fairer produzierte Ware hergestellt wird, immer noch sehr undurchsichtig. Zu oft stehen Marketing-Texte im Vordergrund, die eine grünere Produktion vorgaukeln – wie genau aber die Produktionskette aussieht, wird nicht gezeigt. Und davon fühle mich mich ehrlich gesagt ziemlich an der Nase herumgeführt.

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Und weil mir dieses Green Washing von großen Modeketten echt zu doof ist, mache ich es mir einfach selbst. Mit Nähmaschine und guten Nähanleitungen bewaffnet wende ich mich von der unfairen Art, Mode zu tragen, ab.

Einfach selbst kreativ werden

Seit Anfang diesen Jahres mache ich schon bei der #2018DIYdontBuy Challenge mit, von der ich euch hier erzählt habe. Inzwischen fällt es mir immer leichter, auf den Kauf neuer Kleidung wirklich zu verzichten. Mehr und mehr schaffe ich es, Kleidung selbst zu machen – und die sieht sogar richtig gut aus!

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In diesem Beitrag habe ich euch für diesen Zweck ja schon gezeigt, wo ich für meine selbstgemachte Kleidung Schnittmuster finde. Und ganz nebenbei auch einen eigens geschneiderten Jumpsuit präsentiert. In den heutigen Fotos trage ich sogar eine Eigenkreation von mir. Dafür habe ich ein Schnittmuster für ein Oberteil einfach entfremdet und ein Minikleid mit Schleifenelementen daraus gemacht.

Ja, auch ich musste erst mal lernen, wie das mit dem Nähen eigentlich funktioniert. Doch ihr seht, mit etwas Übung kann man sogar mit fertigen Schnittmustern kreativ sein und schnell eigene Designs erstellen – etwas, das sonst niemand im Kleiderschrank hat. Etwas, für das niemand in einem weit entfernten Land zu unwürdigen Bedingungen arbeiten musste.

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Wie findet ihr den Aufruf who made my clothes? Kanntet ihr die Kampagne bereits, und kauft ihr dadurch bewusster Kleidung? Oder habt ihr sogar schon selbst die Nähmaschine angeworfen? Verratet es mir gerne in den Kommentaren!

LG Biene