Seit Jahren schon experimentiere ich mit unterschiedlichen Rezepten für selbstgemachte Naturkosmetik – von der Gesichtsmaske über Body Peeling bis hin zum selbst hergestellten Gesichtspuder! Während dieser Zeit habe ich einige Erkenntnisse gewonnen, wann selbstgemachte Kosmetik für mich wirklich sinnvoll ist, und wann nicht! Falls du dir unsicher bist, ob DIY Pflege für dich das Richtige ist, solltest du diesen Beitrag also unbedingt weiterlesen…

Die einen lieben sie, die anderen sehen sie kritisch: Selbstgemachte Naturkosmetik spaltet die Gemüter. Ich habe lange Zeit zu den Befürwortern gehört – mir hat es Spaß gemacht, sich mit unterschiedlichen Ölen und anderen Inhaltsstoffen auseinanderzusetzen und in der heimischen Küche Lippenbalsam, Body Butter und Gesichtsmasken anzumischen! Dabei habe ich recht schnell gemerkt, welche handgemachten Beautyprodukte für mich gut funktionierten und welche ich vermutlich nicht wieder nachmachen würde.

So habe ich schnell festgestellt, dass zum Beispiel selbstgemachtes Zahnputzpulver nicht mein Ding ist – ich habe die kleine Portion, die ich einmal angerührt hatte, zwei Mal getestet um zu wissen, dass ich es nicht wieder verwenden würde. Oder dass ich es einfach nicht hinkriegen würde, meine eigene Flüssigseife so herzustellen, dass sie auch wirklich schäumen und mit einer ordentlichen Konsistenz aus der Pump-Flasche kommen würde. Und auch so manche DIY Gesichtsmaske werde ich vermutlich nicht so schnell wieder nachmachen, da sie z. B. mit Zutaten wie Zitrone oder Backpulver wohl doch eher reizend statt beruhigend auf meine Haut wirkten.

Hier auf letters & beads habe ich euch über die Jahre schon einige DIY Anleitungen gezeigt, mit denen ihr eure eigene Hautpflege für verschiedene Bereiche eures Körpers selbst herstellen könnt. Mit den Jahren habe aber auch ich weitere Erkenntnisse über Hautpflege im Allgemeinen gewonnen und möchte diese mit euch teilen, denn: Selbstgemacht ist nicht immer besser. Manchmal ist es sogar von Nachteil für euch!

Wissen, welche Kosmetik es sich lohnt selber zu machen

Versteht mich nicht falsch! Ich liebe es immer noch, so manches Beautyprodukt selbst anzurühren. So ist mein handgemachtes Deo aus Kokosöl, Natron und Maisstärke seit Jahren ein Favorit von mir, und ein Lipbalm aus Bienenwachs und nährenden Ölen werde ich stets vor einem Labello bevorzugen. Zudem werden weiterhin mein Salz oder Kaffee-Peeling für den Körper und auch meine Apfelessig-Rinse nach der Haarwäsche zu den Naturkosmetika gehören, die ich immer wieder benutzen werde.

Allerdings habe ich mich vor allem in den vergangenen Wochen tiefer mit Hautpflege beschäftigt und festgestellt, dass manche beängstend klingenden Zutaten doch ihr Gutes haben können. Und dass manche Lebensmittel auf der Haut eher ihr Unwesen als ihr Bestes treiben.

Darum wollte ich heute für alle, die sich in Sachen selbstgemachter Kosmetik unsicher sind, einige Tipps mit auf den Weg geben und meine ehrliche Erfahrung teilen, die ich mit dem Thema gemacht habe! Spoiler: Ich bin zwar kein Hardcore-Fan von DIY Hautpflege mehr, aber ich verteufle es auch nicht vollends. Es kommt immer darauf an, was man damit vorhat und welche Zutaten man verwendet. Aber schauen wir uns der Reihe nach einfach mal einige Fragen an, die du dir zu Beginn deiner Reise stellen kannst:

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Warum möchtest du Kosmetik selber machen?

Ist es dir besonders wichtig zu wissen, was alles in dem Produkt steckt? Oder möchtest du Verpackungsmüll vermeiden und machst darum deine eigene Kosmetik? Vielleicht machst du es auch einfach nur aus Spaß! All das sind legitime Gründe, um mit selbstgemachter Pflege zu experimentieren.

Bei einigen Aspekten lohnt es sich trotzdem, genauer hinzuschauen und seine eigenen Motive zu hinterfragen. Beispiel: Ich wollte immer ganz genau wissen, was in meiner Kosmetik drin ist und Inhaltsstoffe vermeiden, die (vermeidlich) keinen Mehrwert bringen oder sogar potentiell schädlich für Gesundheit und Umwelt sein können.

Allerdings muss ich auch ehrlich sein und sagen, dass ich kein Chemiker, Hautarzt oder sonst ein gelernter Mensch in diesem Bereich bin und möglicherweise Inhaltsstoffe gemieden habe, die keine negativen, sondern sogar positive Eigenschaften haben. Auch hier ein Beispiel: Alkohol! Diesen habe ich gemieden, denn meine Logik war: Alkohol ist austrocknend für die Haut. Doch Alkohole sind nicht immer gleich und können gerade in der Hautpflege unterschiedliche Eigenschaften besitzen, und können manchmal sogar gerade für trockene Haut geeignet sein!

Damit möchte ich sagen, dass es sicher viele Gründe gibt, warum man sich für das Selbermachen von Kosmetik entscheiden kann. Allerdings lohnt es sich, sich über Inhaltsstoffe gut zu informieren um eine solide Entscheidungsgrundlage zu haben, statt auf Grund von fälschlichen Annahmen damit anzufangen.

Was ich aber nach wie vor gerne meide und warum ich weiterhin Naturkosmetik selber machen werde, ist Plastik. Sofern es mir möglich ist, werde ich Hautpflege selber machen, wenn ich damit verhindern kann, dass Mikroplastik aus meinen verwendeten Produkten im Abwasser landet.

Wäge ab, wofür du die Kosmetik nutzen möchtest

Ich habe für mich selbst erkannt, dass DIY-Kosmetik nur selten etwas in meinem Gesicht zu suchen hat – und wenn, dann nur mit genau passenden Inhaltsstoffen für meine Haut! Denn sagen wir es mal so: Wer zu unreiner Haut neigt und darauf zum Beispiel selbstgemachte Kosmetik mit Kokosöl aufträgt, tut sich wahrscheinlich keinen Gefallen. Dieses Öl ist nämlich komedogen und verstopft die Poren (mehr dazu im Beitrag zu Gesichtsölen).

Auch essbare Zutaten wie Zitronensaft, zerkleinerte Walnussschalen, Backpulver oder Zucker werde ich auf meiner Gesichtshaut nicht mehr anwenden. Meine Haut ist in diesem Bereich einfach zu anspruchsvoll und empfindlich, und Zutaten aus dem Haushalt sind einfach zu grob und reizend dafür. Außerdem sind ätherische Öle für mich inzwischen ein No-Go in der Gesichtspflege! Denn wie auch Parfum haben diese (fast) keinen Mehrwert für die Haut, und zerfallen stattdessen nach dem Auftrag in potentiell reizende Stoffe!

Übrigens: Auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel. Honig oder Quark finde ich als schnelle Maske zwischendurch trotzdem noch sehr fein, auch wenn ich generell zukünftig eher auf gekaufte Produkte für die Gesichtshaut setzen werde. Und für den Rest des Körpers finde ich ein Zuckerpeeling und DIY Body Butter immer noch in Ordnung, denn die Haut am Körper ist sehr viel widerstandsfähiger als im Gesicht.

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Welche Arten von Produkten nutzt du wirklich?

Für selbstgemachte Kosmetik gibt es im Internet viele DIY-Anleitungen. Klar möchte man diese auch ausprobieren, und das macht wirklich Spaß! Je länger man seine eigene Kosmetik zubereitet, desto besser bekommt man aber ein Gespür dafür, welche Produkte man wirklich auch nutzt nachdem man sie hergestellt hat. Ich zum Beispiel creme mich nur sehr selten mit Body Lotion oder ähnlichem ein. Darum seht ihr hier auf dem Blog auch so selten Rezepte für solche Produkte! Ähnlich ist es auch mit Toner; Ich nutze nur selten ein Gesichtswasser, darum stelle ich auch keine mehr her.

Im Gegensatz dazu setze ich unheimlich gerne Peelings für den Körper ein – ein Salz- oder Zuckerpeeling ist für mich darum ein Must-Have! Und wie oben schon erwähnt, rühre ich regelmäßig mein DIY-Deodorant an, das mich schon seit Jahren gut durch den Tag begleitet.

Warum ich diesen Punkt extra hervorhebe? Weil es mir schon häufiger passiert ist, dass ich ein Naturkosmetik Rezept ausprobiert habe, nur um das erstellte Produkt dann nie mehr zu verwenden. Auch das ist Verschwendung und einfach schade um die Zutaten. Zudem sollte man immer auch darauf achten, dass man nicht mehr Kosmetik herstellt, als man aufbrauchen kann. Das bringt mich nämlich schon zur nächsten Frage:

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Bist du bereit, alle 2 Wochen neu zu mischen?

Bei vielen meiner DIY Anleitungen für Naturkosmetik kommt häufig diese Frage in den Kommentaren: “Wie lange ist das haltbar?” Ihr fragt zurecht, denn die Antwort lautet: Nicht sehr lange! In selbstgemachter Kosmetik sind in den seltensten Fällen Konservierungsstoffe drin (es sei denn, man mischt z.B. ein Spray auf Alkoholbasis an). Darum müssen die Produkte meist 1) innerhalb weniger Wochen aufgebraucht werden und 2) am besten im Kühlschrank aufbewahrt werden. Bist du jemand, der generell eine eher minimalistische Hautpflege hat, dann ist das vermutlich sogar in Ordnung.

Falls du aber gerne unterschiedliche Produkte durchprobierst und ein Produkt nur selten oder langsam aufbrauchst, solltest du von DIY Kosmetik lieber Abstand nehmen. Diese ist einfach nicht lange genug haltbar, und niemand möchte gerne ranziges Öl oder schimmelndes Gesichtswasser auf der Haut haben – ist mir leider alles schon passiert!

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Fazit: Solltest du Kosmetik wirklich selber machen?

Meine ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an. Es gibt viele tolle Inhaltsstoffe, die du dir für deine selbstgemachte Kosmetik zulegen kannst; Shea- oder Kakao Butter, Mandelöl, Bienenwachs und Mineralerden wie Kaolin sind absolut solide Zutaten, die jeder DIY Beautyjunkie mal ausprobieren sollte! Allerdings gibt es genauso auch Dinge, die auf deiner Haut nichts zu suchen haben: Ätherische Öle duften zwar toll, bieten aber keinen Mehrwert für deine Hautpflege. Und die meisten Sachen, die du in deiner Küche findest, solltest du doch lieber zum Kochen statt für die Hautpflege verwenden. Aber wie gesagt – Ausnahmen gibt es auch hier immer.

Grundsätzlich spricht nichts dagegen, ein Rezept für selbstgemachte Hautpflege auszuprobieren und zu schauen, ob die eigene Haut damit gut klar kommt. Ist das der Fall und sind die Inhaltsstoffe nicht reizend (und immer frisch!), kannst du deiner inneren Kräuterhexe freie Hand lassen!

Hast du auch schon Erfahrungen mit DIY Kosmetik gemacht, und wie zufrieden warst du damit? Verrate es mir gerne in den Kommentaren!

LG Biene

 

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